Mittwoch, 12. März 2008

Geschafft!

Ich freu' mich, dass ich euch jetzt auch Bilder aus meinem Fotoalbum zeigen kann. Wenn ihr Lust habt: nehmt rechts oben den Link, und schon seid ihr da . . .

Donnerstag, 6. März 2008

Schule - möchten wir auch !


Wie leben Kinder in Äthiopien? Diese Frage beschäftigte Mädels und Jungs der 9 C aus der Hauptschule Mühldorf.

Die Not junger Menschen in dem ostafrikanischen Staat in Bildern und Geschichten dargestellt:

Von Berhanu und Ashenafi - seit ihrem 8. Lebensjahr ohne Eltern und deshalb auf der Straße. Jonas (14) , der allein für seine 5 kleinen Geschwister Verantwortung trägt. Und Tigist (11) , die Kühe hütet und alltäglich zur Wasserstelle führt. Schließlich wird sie krank . . .

"Seit wir zur Schule gehen dürfen" so einer meiner Jungs, "glauben wir wieder an eine Chance -
und die machen wir klar !"

Montag, 3. März 2008

Kochen mit Magie

"Preise für Nahrungsmittel sind gestiegen" stellt Yilma beim Einkaufen fest. Vor allem Teff, das sie für das tägliche Injera braucht, kostet deutlich mehr. Und sie tut sich schwerer mit dem Budget.
"Manchmal muss ich zaubern. Aber die Kinder sollen genug zu essen haben. Sie brauchen auch Gemüse, Obst" erklärt die Küchenfee ihre volle Einkaufstasche: Brot, Eier, Bananen und Mangos.
Das Angebot ist geringer dieses Jahr. Zu viel Dürre herrschte im Südwesten des Landes. Und dann brachen die verheerenden Regengüsse los. Sie überschwemmten all das wertvolle Ackerland; haben was auf den Feldern wuchs fortgerissen.

Montag, 11. Februar 2008

Wenn ich dran denke, wie alles begann . . .

Aus meinem Tagebuch, 14.Januar 2008:



Noch herrscht lebhaftes Treiben hier draußen, die Churchill Avenue hinauf nach Arada. Als ich dort hinein fahre, wo sich Straßenkinder abends ihren Schlafplatz suchen, wird's still. Beunruhigende Spannung. Die Blicke sind auf einen Punkt konzentriert: auf uns.

Hier sind Kinder, die tagelang nichts zum Essen hatten.
Ausgehungert.
Wir haben Essen mitgebracht: Injera, Brot, Bananen, Tee.

Ein kleines Feuer. Die Nacht wird kalt . . .

Mittwoch, 6. Februar 2008

Gut angekommen

Auf dem Flug nach Addis Abeba im Dezember 2007 war ich doch sehr gespannt, zu sehen, wie sich meine Jungen in neuer Umgebung einleben . . .
Boy's Shelter ade - hieß es im Juni 2007. Viel früher als gedacht. Grund war die Ankündigung einer drastischen Mietpreiserhöhung. Für unser Budget eine Zumutung!

Damit war klar: wir müssen weichen. Aber wir hatten ohnehin vor, uns früher oder später neu zu orientieren. Dorthin zu ziehen, wo auch andere Menschen wohnen und leben. Nachbarn eben.
Sich eingliedern. Jetzt bot sich die Gelegenheit dazu. Wie aber so schnell was finden? Wo es doch allgemein teurer wird! Also suchten wir. Mit vereinten Kräften. Und Misgana's Hilfe brachte uns Glück: Ein kleines Häuschen. Zwei Zimmer. Groß genug, die Betten aufzubauen. Clo und Dusche. Die Miete: 450 Birr im Monat, umgerechnet rund 40 Euro. Das ist zu schaffen.



Dann stand ich davor, traute meinen Augen nicht. Alles sauber, die Fassade neu gestrichen. Die Jungs kommen mir strahlend entgegen. Freundliche Nachbarn, die sich aufgeschlossen zeigen, und erzählen, wie hilfsbereit die zugezogenen jungen Menschen sind. Ein gemeinsames Essen am Weihnachtsabend 7. Januar wird geplant . . .

Tausend Dank und Amasegnalo Misgana! Sie telefonierte und war oft auch abends - nach anstrengender Arbeit im Hospital - für uns unterwegs . . .


Samstag, 26. Januar 2008

Aus Addis Abeba zurück

Liebe Freunde,

nach vier Wochen Addis fiel der Entschluss, mir eine solches Forum zu schaffen. Denn die Wege sind weit geworden im Laufe der Zeit. Und zu uns nach Mühldorf am schönen Inn zu kommen, wann rafft man sich schon dazu auf? So kommen mitunter auch Nachrichten aus Äthiopien nicht auf den Weg. Und wer von denjenigen, die mir helfen, in Addis Abeba mein Kinderprojekt voran zu bringen, interessiert sich nicht für das, was sich tut . . . ?

Und manchmal gibt es auch Nachrichten anderer Art.

Mal sehen: vielleicht ist es ja auch nur der Ansporn, die Wege der Kommunikation zu nutzen . . .

Wolfgang